OMS: erst spielen, später 81 Fan
OMS (Original Mahjong System) ist ein in Europa entwickeltes, vereinfachtes Zählsystem — gedacht für Einsteiger, die im Verein spielen wollen, ohne zuvor die ganze Fan-Tabelle zu lernen.
Was OMS ist
OMS senkt die Schwelle des chinesischen Fan-Spiels: Man kann eine Hand gewinnen und abrechnen, ohne die vollständige Zählung beherrschen zu müssen.
Verbreitet ist es in niederländischen und deutschen Vereinen. Die Details unterscheiden sich von Verein zu Verein — die Tischregel gilt.
Es ist kein Turnierregelwerk, sondern ein Einstieg.
Der Unterschied zu MCR
Das chinesische Turniersystem (MCR) kennt 81 Muster und eine Mindestgrenze von 8 Fan. Das Tor ist das Beherrschen der Fan-Tabelle.
OMS kürzt die Zählung. Der Preis dafür ist weniger Wettkampfpräzision — für den Vereinabend ist das meist der richtige Tausch.
Merke: MCR = Prüfung, OMS = Einstieg.
Vereinskultur
Europäische Vereine spielen vor allem zwei Wettkampfdisziplinen: MCR und Riichi.
OMS ist häufig die Rampe dorthin: „erst OMS, dann MCR oder Riichi“.
Die erste Frage am Tisch lautet deshalb nicht „welches Mahjong?“, sondern „OMS heute oder MCR/Riichi?“
Wählen nach Ziel
Schnell und locker spielen → OMS.
Fan üben und antreten → MCR (8-Fan-Grenze als harte Bedingung).
Tempo und Verteidigung trainieren → Riichi (Yaku-Pflicht).
Das Wichtigste
- Frage im Verein zuerst, welches System heute gespielt wird.
- Behandle OMS als Rampe: erst spielen, später über 81 Fan entscheiden.
- Für MCR: die 8-Fan-Grenze von Anfang an als hartes Kriterium behandeln.
- Für Riichi: „kein Yaku, kein Gewinn“ verinnerlichen.